Wie viel ist genug?

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Visuelle Umsetzung einer Ausstellung zum Thema Geld und Schulden im vorarlberg museum.

Zum 30-jährigen Bestehen der ifs Schuldenberatung entstand in Zusammenarbeit mit Daniela Egger eine Ausstellung die sich mit einem Themenkreis auseinandersetzt, über den sonst gerne geschwiegen wird: Geld – Schuld – Schulden. Unter dem Titel Wie viel ist genug? wurden die BesucherInnen eingeladen, sich mit ihrem persönlichen Umgang mit Geld zu beschäftigen. In der kostenfrei zugänglichen Ausstellung vermittelten verschiedene Stationen Wissen und luden zur Interaktion ein. Mit einfachsten Mitteln wurde im Atrium des vorarlberg museums ein Parcours errichtet, auf dem Fragen wie „Kennen Sie ihren Kontostand?“, „Und wohin geht ihr Geld?“ oder „Zeigen Sie uns Ihre Geldtasche?“ die BesucherInnen in ihrer Lebenswelt abholten und zum Nachdenken anregten.

Das Designteam von Super Büro für Gestaltung wurde eingeladen, sich an der Entwicklung des Ausstellungskonzeptes zu beteiligen. Gemeinsam wurde ein einfaches Setting erdacht, welches den Raum im Atrium subtil zoniert und über simple Stationen erlebbar macht. Die Ausstellungsmöbel wurden mit Holz-Dreischichtplatten ausgeführt und direkt bedruckt, sodass keine aufwändige Folienbeklebung mehr nötig war. Ein einheitlicher mattschwarzer Boden, der sich vom Eingang ins Atrium zieht, trennt den Eingangsbereich klar von der Ausstellungsfläche und führt die BesucherInnen in die kostenfreie Ausstellung. Großformatige Fragestellungen und ein angedeuteter Grundriss lassen Räume entstehen und unterstützen bei der Zonierung der Flächen.

Haben Sie Ihre Schulden im Griff?

Durch die Beschäftigung mit dem Thema und den persönlichen Geschichten von KlientInnen der ifs Schuldenberatung entstand die Idee des Kartenhauses. Oft reichen einzelne Ereignisse – Krankheit, Scheidung, Arbeitsverlust – aus, um in Schulden zu geraten. Diese Zerbrechlichkeit der wirtschaftlichen Existenz von Menschen übersetzte Super BfG in simple geometrische Formen, die zu fragilen Türmchen in unterschiedlichen Ausführungen gestapelt wurden. Das Entfernen, ja sogar die kleinste Verschiebung eines Elementes bringt den Turm zum Einsturz.

Die geometrischen Formen dienten anschließend auch bei der Umsetzung der Grafiken im Rahmen der Visualisierung von Daten und Fakten. Neben den grafischen Arbeiten entstanden in Kooperation mit Daniela Egger (Konzeption und Text) und Theresia Anwander (vorarlberg museum) die Stationen der Ausstellung, die zum Mitmachen, Nachdenken und Informieren anregen.

Die einfache, einprägsame Gestaltung und Konzeption von Ausstellung und Kommunikationsmitteln ermöglicht eine niederschwellige, interaktive Auseinandersetzung mit den Themen Geld und Schulden und wurde als Leihgabe auch ins Schulmuseum Ichenhausen in Deutschland verliehen.

Kunde

ifs Schuldenberatung Vorarlberg
vorarlberg Museum

Kategorie

Space

Projekteam

Björn Matt
Christian Feurstein
Franziska Fritz

KuratorInnen

Theresia Anwander, vorarlberg museum
Daniela Egger

Textierung und Konzeption

Daniela Egger

Geld und Schulden sind in unserer Gesellschaft weitgehend tabuisierte Themen. Mit einfachen Mitteln lässt die die niederschwellig und einprägsam konzipierte Ausstellung im vorarlberg museum BesucherInnen den eigenen Umgang mit Geld hinterfragen.

Einfache geometrische Formen stehen für das sensible Kartenhaus Schulden.

Kunde

ifs Schuldenberatung Vorarlberg
vorarlberg Museum

Kategorie

Space

Projekteam

Björn Matt
Christian Feurstein
Franziska Fritz

KuratorInnen

Theresia Anwander, vorarlberg museum
Daniela Egger

Textierung und Konzeption

Daniela Egger